Was sind Sterne? Sterne für Kinder erklärt – Farben, Größen und dein Geburtstagsstern

Glühwürmchen oder riesige Gaskugeln? Kindgerecht erklärt: was Sterne sind, warum sie verschiedene Farben haben und funkeln, wie riesig manche Sterne sind und welcher Stern dein Geburtstagsstern ist. Mit Mitmach-Widgets.

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Glühwürmchen oder Gaskugeln?

Nachts in der Savanne liegen zwei Freunde im Gras und schauen in den Himmel: ein vorlautes Erdmännchen und ein gemütliches Warzenschwein. „Das sind Glühwürmchen, die da oben am Himmel festkleben“, erklärt das Erdmännchen. Das Warzenschwein ist sich aber sicher: Das sind riesige Kugeln aus glühendem Gas, unvorstellbar weit weg.

Wer von beiden hat recht? Das Warzenschwein! Sterne sind riesige Kugeln aus glühend heißem Gas, genau wie unsere Sonne. Nur brennen sie nicht wie ein Lagerfeuer: In ihrem Inneren verschmelzen winzige Teilchen miteinander, und dabei entstehen gewaltige Mengen Licht und Wärme.

Und weit weg sind sie wirklich: Selbst der nächste Stern nach der Sonne ist rund 40 Billionen Kilometer entfernt. Glühwürmchen gibt es natürlich auch – aber die fliegen höchstens ein paar Meter hoch.

Warum sehen Sterne so klein aus?

Stell dir eine Taschenlampe vor, die ganz weit weg leuchtet: Von Weitem ist sie nur noch ein winziger Punkt. Genauso ist es mit den Sternen. Viele von ihnen sind größer und heller als unsere Sonne, aber so weit weg, dass ihr Licht Jahre, Hunderte oder sogar Tausende Jahre zu uns unterwegs ist.

Sterne gucken ist ein Blick in die Vergangenheit

Das Licht von Sirius, dem hellsten Stern am Nachthimmel, ist 8,6 Jahre zu uns unterwegs. Wenn du ihn heute siehst, siehst du ihn also so, wie er vor 8,6 Jahren aussah. Bei weit entfernten Sternen schaust du sogar Hunderte Jahre zurück.

Unsere Sonne ist riesig – aber neben manchen Sternen ist sie ein Zwerg. Tippe dich vom Kleinen zum Großen: Bei jedem Schritt schrumpft das Vorherige zu einem winzigen Punkt.

Erde: Unser Zuhause ist 12.742 Kilometer breit – für uns riesig, im Weltall ein Winzling.

Sonne: Die Sonne ist 109-mal so breit wie die Erde.

Sirius: Sirius ist knapp doppelt so breit wie die Sonne.

Arktur: Arktur ist 15-mal so breit wie Sirius – in ihm hätten etwa 16.000 Sonnen Platz.

Rigel: Rigel ist gut dreimal so breit wie Arktur und rund 80-mal so breit wie die Sonne.

Beteigeuze: Beteigeuze ist fast zehnmal so breit wie Rigel. An der Stelle der Sonne würde sie Merkur, Venus, Erde und Mars verschlucken.

Das Licht der Sterne ist viele Jahre zu uns unterwegs. Irgendwo am Himmel gibt es einen Stern, dessen Licht ungefähr in dem Jahr losgeflogen ist, in dem du geboren wurdest: dein Geburtstagsstern. Wie alt bist du?

Du bist jünger als das Licht jedes Sterns außer der Sonne! Selbst Alpha Centauri, unser Nachbarstern am Südhimmel, ist 4,4 Lichtjahre entfernt. Das Licht der Sonne dagegen ist nur 8 Minuten alt – die Sonne ist also dein Stern.

Sternbilder sind wie Malen nach Zahlen am Himmel. Tippe die Sterne der Reihe nach an – und sieh, welche Figur entsteht.

Tippe die Sterne der Reihe nach an: 1, 2, 3 …

Der Große Wagen ist kein eigenes Sternbild, sondern der hellste Teil des Großen Bären. Mit ihm findest du den Polarstern.

Kassiopeia sieht aus wie ein großes W und steht bei uns das ganze Jahr über am Himmel. In der Sage war sie eine eitle Königin.

Orion ist der Himmelsjäger und im Winter gut zu sehen. Die drei Sterne in der Mitte sind sein Gürtel, links oben leuchtet die rote Beteigeuze, rechts unten der blaue Rigel.

Warum funkeln Sterne?

Das Sternenlicht muss durch die Lufthülle der Erde, und die ist ständig in Bewegung: Warme und kalte Luft wabern durcheinander wie über einer heißen Straße. Dadurch zittert das winzige Lichtpünktchen hin und her. Planeten sind näher und erscheinen als winzige Scheibchen, deshalb funkeln sie kaum – ein guter Trick, um sie zu erkennen.

Wo sind die Sterne am Tag?

Genau da, wo sie nachts auch sind! Tagsüber verteilt die Luft das helle Sonnenlicht über den ganzen Himmel, und dieses Leuchten überstrahlt die schwachen Sterne. Im Weltall gibt es keine Luft, die das Licht verteilt – dort ist der Himmel auch am Tag schwarz.

Und was sind Sternschnuppen?

Sternschnuppen sind gar keine Sterne, sondern Staubkörnchen und kleine Steinchen aus dem All. Sie rasen mit bis zu 250.000 km/h in die Lufthülle und verglühen in rund 100 Kilometern Höhe. Die meisten gibt es Mitte August und Mitte Dezember.

Sternbilder: Malen nach Zahlen am Himmel

Schon vor Tausenden Jahren haben Menschen die Sterne mit gedachten Linien verbunden – zu Tieren, Helden und Gegenständen. Heute gibt es 88 offizielle Sternbilder. Die Sterne eines Sternbilds stehen aber meist gar nicht nah beieinander, sie sehen nur von der Erde aus so aus.

So findest du den Polarstern

Such den Großen Wagen: sieben helle Sterne in Form eines Wagens mit Deichsel. Verlängere die hintere Kante des Wagenkastens etwa fünfmal nach oben, dort leuchtet der Polarstern. Er steht fast genau über dem Nordpol und zeigt dir immer, wo Norden ist.

Auch Sterne haben ein Leben

Sterne entstehen in riesigen Wolken aus Gas und Staub und leuchten Millionen oder Milliarden Jahre lang. Sterne wie die Sonne blähen sich am Ende auf und werden dann zu einem kleinen Weißen Zwerg. Riesensterne explodieren in einer Supernova, und aus ihren Resten entstehen neue Sterne und Planeten.

Und das Beste: Du bist aus Sternenstaub gemacht! Das Eisen in deinem Blut und das Kalzium in deinen Knochen sind vor Milliarden Jahren im Inneren von Sternen entstanden.

Fragen zu den Sternen

Wie viele Sterne gibt es? Allein in unserer Milchstraße 100 bis 400 Milliarden. Im ganzen Weltall gibt es vermutlich mehr Sterne als Sandkörner an allen Stränden der Erde.

Welcher Stern ist der hellste? Nach der Sonne ist Sirius im Sternbild Großer Hund der hellste Stern am Nachthimmel. Noch heller leuchten manchmal die Planeten Venus und Jupiter – die sind aber keine Sterne.

Welcher Stern ist uns am nächsten? Die Sonne! Danach kommt Proxima Centauri, 4,2 Lichtjahre entfernt. Eine Raumsonde wie Voyager bräuchte dorthin über 70.000 Jahre.

Können Sterne vom Himmel fallen? Nein. Sterne sind riesig und unvorstellbar weit weg. Was da vom Himmel fällt, sind Sternschnuppen – winzige Staubkörner, die hoch oben in der Luft verglühen.

Warum ist der Himmel nachts schwarz, wenn es so viele Sterne gibt? Weil das Weltall nicht unendlich alt ist: Das Licht der allermeisten fernen Sterne ist noch gar nicht bei uns angekommen. Und viele Sterne sind so weit weg, dass ihr Licht zu schwach für unsere Augen ist.

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