Die Planeten für Kinder: Wie schwer und wie alt wärst du auf dem Mars?

Die acht Planeten für Kinder erklärt: welcher der größte, heißeste und schnellste ist, wie schwer und wie alt du auf Mars oder Jupiter wärst, ein Sonnensystem zum Abschreiten und welche Planeten du heute Abend sehen kannst.

Noch mehr entdecken

Mehr für kleine Weltraum-Fans

Was ist ein Planet?

Ein Planet ist eine große, runde Welt, die um einen Stern kreist – unsere Planeten kreisen um die Sonne. Anders als Sterne leuchten Planeten nicht von selbst. Sie strahlen nur, weil die Sonne sie anleuchtet, genau wie den Mond.

Acht Planeten umkreisen unsere Sonne. Die vier inneren – Merkur, Venus, Erde und Mars – sind aus Gestein. Die vier äußeren – Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun – sind Riesen aus Gas und Eis, ganz ohne Boden, auf dem man stehen könnte.

Planetenreise: Tipp auf einen Planeten

Vom kleinen Flitzer neben der Sonne bis zum stürmischen blauen Riesen weit draußen in der Kälte: Jeder Planet ist eine Welt für sich.

Der Flitzer: Merkur ist der kleinste Planet und der Sonne am nächsten. Er rast schneller um die Sonne als jeder andere Planet: Ein Merkurjahr dauert nur 88 Tage. Aber er dreht sich so langsam, dass ein Tag von einem Sonnenaufgang zum nächsten 176 Erdtage dauert – zwei ganze Merkurjahre! Weil er fast keine Luft hat, die die Wärme hält, ist es tagsüber heiß wie im Backofen und nachts eiskalt.

Der Hitzkopf: Die Venus ist fast so groß wie die Erde, aber dort möchtest du nie Urlaub machen. Dicke Wolken halten die Wärme der Sonne fest wie eine Decke. Darum ist die Venus der heißeste Planet von allen – heißer als ein Pizzaofen, obwohl der Merkur näher an der Sonne ist. Und die Venus dreht sich rückwärts: Dort geht die Sonne im Westen auf und im Osten unter.

Unser Zuhause: Die Erde ist der einzige Planet, auf dem wir Leben kennen – und der einzige mit Meeren aus flüssigem Wasser. Sie bedecken etwa 70 Prozent der Erde. Ihre Luft lässt uns atmen, hält uns warm und schützt uns vor den harten Strahlen der Sonne und vor kleinen Steinen aus dem All. Sie ist der größte der vier Gesteinsplaneten.

Der rote Planet: Der Mars ist rot, weil sein Staub viel Rost enthält. Auf ihm steht der größte Vulkan des Sonnensystems, der Olympus Mons: etwa zweieinhalbmal so hoch wie der Mount Everest. Roboterfahrzeuge erkunden den Mars und suchen nach Spuren von winzigem Leben aus früheren Zeiten. Ein Marstag dauert nur etwa 40 Minuten länger als unserer.

Der Riese: Jupiter ist mit Abstand der größte Planet: Mehr als 1.300 Erden würden in ihn hineinpassen. Er ist eine riesige Gaskugel mit bunten Wolkenstreifen und einem Sturm, der breiter ist als die Erde – dem Großen Roten Fleck, der seit mindestens 150 Jahren wirbelt. Jupiter dreht sich außerdem am schnellsten: Ein Tag dauert dort keine 10 Stunden.

Der Herr der Ringe: Saturn trägt die schönsten Ringe im Sonnensystem. Sie bestehen aus unzähligen Brocken aus Eis und Gestein – manche so klein wie Sandkörner, andere so groß wie ein Haus. Saturn ist für seine Größe so leicht, dass er im Wasser schwimmen würde – wenn man eine Badewanne fände, die groß genug ist!

Der Roller: Uranus liegt auf der Seite und rollt deshalb wie ein Ball um die Sonne. Darum bekommt jeder seiner Pole 42 Jahre lang am Stück Sonnenschein und danach 42 Jahre Dunkelheit. Seine blaugrüne Farbe kommt von einem Gas namens Methan. 1781 wurde Uranus als erster Planet mit einem Fernrohr entdeckt.

Der Stürmische: Neptun ist der Planet, der am weitesten von der Sonne entfernt ist – so weit, dass das Sonnenlicht mehr als vier Stunden bis zu ihm braucht. Auf ihm wehen die stärksten Winde im Sonnensystem, mit über 2.000 Kilometern pro Stunde, schneller als ein Düsenflugzeug. Ein Neptunjahr dauert 165 Erdjahre: Seit seiner Entdeckung 1846 hat er die Sonne erst ein einziges Mal umrundet.

Planeten-Rekorde

auf der Venus: Sie ist der heißeste Planet – heißer als Merkur, obwohl er näher an der Sonne ist.

wurden hoch oben in der Luft des Uranus gemessen: Er ist der kälteste Planet.

bekannte Monde umkreisen den Saturn – mehr als jeden anderen Planeten.

braucht der Merkur nur, um einmal um die Sonne zu rasen.

braucht die Venus, um sich ein einziges Mal zu drehen – länger als ihr ganzes Jahr!

Wie schwer wärst du auf anderen Welten?

Dein Körper bleibt überall genau gleich – aber jede Welt zieht unterschiedlich stark an dir. Eine Personenwaage würde diese Zahlen anzeigen:

Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun haben keinen festen Boden – so schwer würdest du dich oben auf ihren Wolken fühlen.

Auf der Sonne könnte niemand stehen – aber sie zieht etwa 28-mal so stark wie die Erde.

Wie alt wärst du auf anderen Planeten?

Ein Jahr ist eine Reise um die Sonne. Planeten nah an der Sonne sind schnell, Planeten weit draußen langsam – deshalb hast du auf jedem Planeten ein anderes Alter. Gib deinen Geburtstag ein:

Wähle einen Tag in der Vergangenheit – den Tag, an dem du geboren wurdest.

Wie weit sind die Planeten weg?

Das Weltall ist fast leer – so leer, dass kein Bild in einem Buch es richtig zeigen kann. Schrumpf die Sonne auf die Größe eines Balls und sieh, wo die Planeten dann wären.

Bau einen Planetenweg

Nimm draußen einen Tischtennisball als Sonne und schreite die Planeten ab – die Kinderschritte stehen in der Tabelle. Bis zum Neptun sind es etwa 130 Meter, ein bisschen mehr als ein Fußballfeld. Leg ein Sandkorn als Erde hin, dann siehst du, wie winzig unsere Welt ist!

Welche Planeten kannst du heute Abend sehen?

Fünf Planeten sind hell genug, um sie ohne Fernrohr zu sehen: Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Sie sehen aus wie helle Sterne – aber sie funkeln nicht und wandern von Woche zu Woche langsam zwischen den Sternen weiter.

Was kreist sonst noch um die Sonne?

Zwergplaneten: 76 Jahre lang galt Pluto als neunter Planet. 2006 beschlossen die Astronomen: Er ist ein Zwergplanet. Er ist kleiner als unser Mond und teilt seine Bahn mit vielen anderen Eiskörpern. Andere Zwergplaneten heißen Eris, Ceres, Makemake und Haumea.

Asteroiden: Zwischen Mars und Jupiter kreisen Millionen Felsbrocken im Asteroidengürtel um die Sonne. Die meisten sind klein, aber der größte, Ceres, ist fast 1.000 Kilometer breit – so groß und rund, dass er als Zwergplanet zählt.

Kometen: Kometen sind riesige, schmutzige Schneebälle vom äußersten Rand des Sonnensystems. Kommt einer der Sonne nahe, wird sein Eis zu Gas und er bekommt einen langen, leuchtenden Schweif – der immer von der Sonne wegzeigt.

Monde: Mehr als 400 Monde kreisen um die Planeten unseres Sonnensystems. Der Jupitermond Io hat Hunderte Vulkane, der Saturnmond Titan hat Seen aus flüssigem Gas, und unter der Eiskruste des Jupitermonds Europa liegt wahrscheinlich ein riesiger Ozean.

Fragen zu den Planeten

Wie viele Planeten gibt es? Acht: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Pluto zählte bis 2006 als neunter Planet. Heute heißt er Zwergplanet, weil er klein ist und seine Bahn mit vielen anderen Eiskörpern teilt.

Welcher Planet ist der größte? Jupiter. Er ist 11-mal so breit wie die Erde, und mehr als 1.300 Erden würden in ihn hineinpassen. Doch neben der Sonne ist sogar Jupiter klein: Etwa 1.000 Jupiter würden in die Sonne passen.

Welcher Planet ist der heißeste? Die Venus mit etwa 464 °C. Merkur ist zwar näher an der Sonne, aber die dicken Wolken der Venus halten die Wärme fest wie in einem Treibhaus – Tag und Nacht, an den Polen und am Äquator.

Könnten Menschen auf dem Mars leben? Nicht ohne viel Hilfe. Die Luft auf dem Mars ist viel zu dünn zum Atmen, es ist dort im Durchschnitt kälter als in jeder Tiefkühltruhe, und nichts schützt vor den gefährlichen Strahlen der Sonne. Astronauten bräuchten Raumanzüge, dichte Häuser und Gewächshäuser für ihr Essen. Raumfahrtagenturen hoffen, in den 2030er-Jahren oder später die ersten Menschen zum Mars zu schicken.

Warum sind Planeten rund? Wegen der Schwerkraft. Jedes Stück eines Planeten zieht an jedem anderen Stück, und zusammen drücken sie ihn in die rundeste Form, die es gibt: eine Kugel. Kleine Asteroiden ziehen dafür nicht stark genug – darum sehen viele von ihnen aus wie Kartoffeln.

Passend dazu