Meteorströme
Entdecke die besten Sternschnuppenströme, die von deiner Stadt sichtbar sind — mit Countdowns, Mondbedingungen und Beobachtungstipps.
Weitere Meteorströme 2026
Weitere Meteorströme 2027
Meteorströme
Wähle eine Stadt, um zu sehen, welche Meteorströme von deinem Standort aus sichtbar sind und wann du sie beobachten kannst.
Was sind Meteorströme?
Meteorströme entstehen, wenn die Erde durch Trümmerspuren zieht, die Kometen oder Asteroiden hinterlassen haben. Diese winzigen Partikel — oft nicht größer als ein Sandkorn — verglühen in unserer Atmosphäre mit Geschwindigkeiten von 20 bis 70 km/s und erzeugen helle Leuchtstreifen, die als Sternschnuppen bekannt sind.
Jeder Strom hat einen Radianten — den Bereich des Himmels, aus dem die Meteore scheinbar kommen. Der Strom ist nach dem Sternbild benannt, in dem dieser Radiant liegt. Die zenitale Stundenrate (ZHR) gibt an, wie viele Meteore ein Beobachter pro Stunde unter idealen Bedingungen sehen könnte.
Dunkler Himmel
Entferne dich von Stadtlichtern. Schon eine kurze Fahrt kann die Sichtbarkeit dramatisch verbessern. Nutze eine Lichtverschmutzungskarte.
Augen anpassen lassen
Gib deinen Augen 20–30 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Vermeide es, auf dein Handy oder helle Lichtquellen zu schauen.
Vom Radianten wegschauen
Meteore nahe dem Radianten erscheinen kurz. 45–90° daneben zeigen sich längere, dramatischere Leuchtspuren.
Beste Zeit: Nach Mitternacht
Nach Mitternacht dreht sich dein Standort in den Trümmerstrom hinein, was die Meteorrate erhöht. Die Stunden vor der Dämmerung sind meist am besten.
Einfluss der Mondphase
Die Helligkeit des Mondes beeinflusst die Meteorbeobachtung erheblich. Ein heller Mond überstrahlt schwächere Meteore und reduziert die sichtbare Anzahl. So wirken sich verschiedene Beleuchtungsstufen aus:
Nahezu perfekte Bedingungen. Der dunkle Himmel zeigt auch die schwächsten Meteore. Erwarte nahezu die volle ZHR.
Leichtes Mondlicht reduziert schwache Meteore, aber helle sind weiterhin spektakulär. Insgesamt gute Bedingungen.
Spürbares Mondlicht. Nur die hellsten Meteore sind sichtbar. Versuche nach Monduntergang zu beobachten.
Starkes Mondlicht reduziert die Sichtbarkeit erheblich. Nur die allerhellsten Feuerkugeln sind sichtbar.
Meteor-Fotografie-Tipps
Verwende ein Weitwinkelobjektiv (14–24mm) mit größter Blende (f/2.8 oder darunter)
Stelle ISO auf 3200–6400 und belichte 15–25 Sekunden auf einem stabilen Stativ
Nutze einen Fernauslöser für Serienaufnahmen — mit hunderten Bildern fängst du mehr Meteore ein
Baue Vordergrundelemente wie Bäume oder Berge ein für eine eindrucksvollere Komposition
Grobe Schätzung für einen dunklen Standort: ZHR × Höhe des Radianten, verringert in der Dämmerung und durch Mondlicht. Stadtlicht senkt die Zahl weiter.
Wie viele Meteore sehe ich wirklich? Die ZHR setzt den Radianten im Zenit und einen perfekt dunklen Himmel voraus. Mit tieferem Radianten, Mondlicht und Lichtverschmutzung sieht man deutlich weniger – oft ein Drittel bis die Hälfte. Unsere stündliche Schätzung berücksichtigt Radiantenhöhe, Dämmerung und Mond, aber kein Stadtlicht.
Brauche ich ein Fernglas oder Teleskop? Nein – Meteore huschen in Sekundenbruchteilen über große Teile des Himmels. Am besten mit bloßem Auge: hinlegen, etwa 45° hoch blicken, weg vom Mond, und den Augen 20 Minuten zur Anpassung geben.